Schönstattheiligtum in Herxheim

Schon Mitte der 1950er Jahre kam der Wunsch auf, ein Schönstatt-Heiligtum zu bauen. Nach einer längeren Suche ergab sich die Möglichkeit, in Herxheim ein Gelände zu erwerben und weitere Schritte zum Bau zu unternehmen. Das weckte damals viel Initiative. 

Ein wichtiger Meilenstein für die Schönstattfamilie war die Grundsteinlegung am 24.9.1967.

Dazu schickte der Gründer, Pater Kentenich, ein Grußwort.

Er sagte unter anderem: 

„Große Freude weckt das Ereignis des heutigen Tages in unser aller Herzen ... Mit diesem Heiligtum soll in der Pfalz, wo man Freude, Sonne und Frohsinn liebt, noch eine neue Freudenquelle aufbrechen, eine Freudenquelle tieferer Art, die aus dem Herzen Gottes und aus dem Herzen unserer lieben Dreimal Wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt strömt. Wo Freude, da Liebe und umgekehrt. Freude, tiefe echte Freude sollen alle finden, die künftig hierher kommen, die hier, in dieser Marienpfalz, die Königin, die Ursache unserer Freude, finden.“ (24.9.1967) 

Das Heiligtum wurde am 16.6.1968 eingeweiht.

Bild 3

Pater Kentenich konnte an dieser Feier nicht persönlich teilnehmen, aber er beschenkte die Anwesenden erneut mit einem Grußwort. 

„Meine liebe Pfälzer Schönstattfamilie! 

Heute dürfen wir miteinander das große und bedeutsame Ereignis der Einweihung unseres Pfälzer Heiligtums begehen. Wie wir wissen, wurde es von allen Schönstatt-Gliederungen unserer Diözese seit langem inständig ersehnt und vorbereitet. 

Es ist ein Tag der Freude, des Dankes und der Erwartung – ein einzigartiger Gnadentag.“ Er sprach dann davon, dass wir von hier aus berufen sind, „das große marianische Erbe der Diözese in den Erschütterungen der Gegenwart neu zu verlebendigen … Von hier aus will die Gottesmutter unser Pfälzer Volk und Land segnen …“ 

Die Pfälzer hatten durch äußeren und inneren Einsatz diesen Tag gut vorbereitet. Der Gründer verwies sie auf Schönstatt und alles, was von dort ausgegangen ist. Er legte Maria gleichsam die Worte in den Mund: „Dann werde ich mich gerne (auch) hier niederlassen und reichlich Gaben und Gnaden austeilen.“ 

Das haben viele aus nah und fern seither erlebt und diesen besonderen Ort für sich entdeckt. 

Das Wort von Pater Kentenich „Ungezählt viele Menschen haben bisher im Heiligtum eine Heimat gefunden“ schrieb er damals rückblickend, aber es hat sich hier tatsächlich verwirklicht. 

Als die Schönstattfamilie im Laufe der Zeit überlegt hat, was das Spezifische dieses Ortes ist, kamen sie zurück auf die Gedanken der Grundsteinlegung und so bürgerte sich der Name „Heiligtum der Freude“ ein. 

Am 8.3.2008 wurde die Gottesmutter zur „Königin der Freude“ gekrönt.

Im Krönungsgebet heißt es unter anderem: 

„Mit Freude und Dank kommen wir heute zu dir. Wir bringen uns selbst, die segensreiche Geschichte unserer Marienpfalz mit dem Heiligtum der Freude und unsere ganze Pfälzer Heimat. … Wir danken dir, dass du immer für uns da bist und die Anliegen aufnimmst, die wir dir vertrauensvoll bringen … Lass sie (die suchenden Menschen) erfahren, dass du die Mutter bist, der sie ihre Ängste und Nöte anvertrauen können … Lass viele Menschen, die in unserer Welt die Spuren Gottes nicht mehr entdecken können, durch dich wieder den Weg zu Gott finden. Lass sie erfahren, dass sie von Gott gewollt und geliebt sind. Schenke ihnen in dieser Liebe Lebenssinn und Lebensfreude …“. 

Ein weiterer Höhepunkt war das Goldene Jubiläum, das am 17.6.2018 gefeiert wurde.

Im Rahmen der Vorbereitung wurde das Gelände um die Kapelle neu gestaltet und zeigt sich seither als kleines Blumenparadies.

Auch wenn nicht immer alles einfach ist - z. B. jetzt in der Corona-Zeit - so sind wir voll Zuversicht.

Gott ist mit uns.

Das zeigte uns der Regenbogen  über dem Heiligtum.