Freude als Wegbegleiter

Freude als Wegbegleiter
Vortrag zum Gründerbegegnungstag
War es das spätsommerliche Wetter mit angenehmen Temperaturen oder die angekündigte Kaffeepause: Die Gesichter der etwa 50 Zuhörer und Zuhörerinnen strahlten jedenfalls Freude aus und die passte gut zum Thema.
Die Impulse im Referat von Sr. Dr. M. Doria Schlickmann aus Schönstatt gaben wieder einmal einen neuen interessanten Einblick in die Spiritualität und Pädagogik Pater Josef Kentenichs, dem Gründer der Schönstattbewegung.
Dabei traf Sr. Dr. M. Doria mit ihrem Thema „Freude als Wegbegleiter“ gerade richtig „den Nerv“ der Pfälzer Schönstattfamilie, deren Heiligtum der Freude Geschenk und Auftrag zugleich ist, hier eine „Freudenquelle tieferer Art“ (J. Kentenich) zu entdecken und zu gestalten.

Ausgehend von einem „Blick in unsere Zeit und Alltagswelt“ erschloss die Referentin mit Hilfe einiger Zitate Pater Kentenichs die Grundgestimmtheit vieler Menschen und ermunterte die Zuhörenden durch Impulsfragen, über die eigene Beziehung zur Freude nachzudenken. Auch anhand von Beispielen aus dem Alltagsleben zeigte sie auf, wie sich die Lebensfreude neu entfachen lässt und wir „Freudenkünstler“ werden, denn „….Freuden, auch die sinnlichen Freuden, die irgendeine Fühlung mit Gott haben, füllen die Seele aus“ (J. Kentenich).
Die sich an den ersten Teil anschließende Kaffeepause wurde neben der Stärkung mit leckerem Kuchen auch für Begegnung und anregende Gespräche genutzt.
In einem zweiten Teil – Grenzerfahrungen – und dennoch Freude? – wurde deutlich, dass auch gerade das Leid zur Freude führen kann. Die Voraussetzung ist, „mich als Augapfel Gottes zu erleben“ (J. Kentenich). Daraus erwächst eine Magnifikat- Haltung, wie sie der Gottesmutter zu eigen war. Indem wir mit Jesus den Kreuzweg gehen und die Opferfreude aus Liebe als die höchste Freude ansehen, können wir, so Sr. Dr. M. Doria, „ dem Leid einen Wert entlocken und es zur Freuden- und Lebensquelle für andere werden lassen“.
Am Ende des lebendigen, bereichernden und auch immer wieder humorvollen Vortrags konnte Sr. Dr. M. Doria den Applaus der Zuhörer und Zuhörerinnen und den Dank des Diözesanpräses der Speyerer Schönstattfamilie – Michael Hergl – entgegennehmen.