Pfälzer Spargel und mehr

Veröffentlicht am 18.06.2026
Autor/-in: Sr. M. Verena Röhrig

„Pfälzer Spargel und mehr“ –

Begegnungen in Dudenhofen erinnern an das Wirken der Marienschwestern

Die Schwestern M. Verena Röhrig, M. Annbrigitt Mönig, Karin-Maria Stenger und M. Luitgar­dis Holländer machten im Rahmen der Jubiläumsaktion „100 Orte für 100 Jahre“ einen Besuch in Dudenhofen in der Pfalz

Sr. M. Verena Röhrig. Im pfälzischen Dudenhofen bei Speyer ist am 27. Mai 2026 im Rahmen der Jubiläumsaktion „100 Orte für 100 Jahre“ an das jahrzehntelange Wirken der Schönstätter Marienschwestern erinnert worden. Einige Schwestern trafen dort Menschen aus dem Ort, die sich auch nach der Auflösung der Niederlassung im Jahr 2008 weiterhin eng mit ihnen verbun­den fühlen.

Verbundenheit über Generationen hinweg

Von 1962 bis 2008 wirkten Marienschwestern in Dudenhofen. In den Erinnerungen der Beteiligten spannt sich dabei ein Bogen über die gesamte hundertjährige Geschichte der Gemeinschaft. Sr. M. Dorothea Morick, die ursprünglich in Dudenhofen im Einsatz war, gehörte zu den Frauen, die bei der Gründung der Gemeinschaft am 1. Oktober 1926 in Schönstatt dabei waren. Eine weitere in Dudenho­den als Gemeindereferentin eingesetzte Schwester, Sr. M. Hannemaris Mileyska, lebt heute mit fast 101 Jahren auf der Liebfrauenhöhe in Rottenburg. Ein Gruß von ihr an ihre ehemaligen Kontakte durfte bei der Begegnung nicht fehlen.

Vor dem ehemaligen Schwesternhaus in Dudenhofen gibt es ein Foto mit Erste-Hilfe-Koffer und ei­nem Korb mit Pfälzer Obst und Spargel, beides symbolische Geschenke im Zusammenhang mit der Erinnerung an das langjährige Wirken der Schwestern-Gemeinschaft im Ort.

Gastfreundschaft und Erinnerungen am gemeinsamen Tisch

Die kleine Schwestern-Delegation von der Liebfrauenhöhe, Rottenburg, traf sich in der Hofschänke der Familie Zürker mit Frau Alschner, Pastoralreferentin, sowie den Geschwistern Sr. M. Luitgardis und Klemens Holländer, einer Marienschwester und einem Marienbruder. Beide waren eigens aus Schön­statt, Vallendar, angereist, weil ihre Vorfahren aus Dudenhofen stammen. Bereits zur Begrüßung stan­den Spargelsuppe und Baguette bereit, später folgte Spargel „in vielen Variationen“. Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Gerichte.

Dank für ein Miteinander im Glauben

Bei einer Andacht in der Pfarrkirche wurde gemeinsam gedankt: für „Jesus in der Mitte“, für Maria als „Licht der Hoffnung“ und für die Offenheit, mit der die Menschen in Dudenhofen die Marienschwes­tern aufgenommen und unterstützt hatten. Innerhalb der Schwesternfamilie erinnere man sich bis heute an die „bewundernswerte Großzügigkeit“ der Menschen vor Ort.

Auch den „Pfälzer Marienschwestern“ galt der Dank für ihren Einsatz. Eine kurze Statio am ehemali­gen Schwesternhaus griff diese gegenseitige Unterstützung symbolisch auf. Ein Korb mit Obst und Spargel erinnerte an die zahlreichen Geschenke der Dorfbewohner. Eine Erste-Hilfe-Tasche verwies darauf, dass viele Menschen bei gesundheitlichen Problemen Hilfe bei den Krankenschwestern gesucht und gefunden hätten. Das Miteinander sei geprägt gewesen von gegenseitigem Geben und Nehmen.

Dudenhofen-vor dem MTA-Bild Beim Ausgang der Kirche in Dudenhofen findet sich bis heute ein Bild der Gottesmutter von Schönstatt das auf den langen Zeitraum der Präsenz von Schönstätter Mari­enschwestern im Ort hinweist.

Geschichten, die lebendig bleiben

Beim gemeinsamen Kaffeetrinken wurden Erinnerungen an die Schwestern ausgetauscht. Eine ehema­lige Mitarbeiterin von Sr. Maribetha Christ berichtete von deren Verständnis für ihre Situation als junge Mutter mit zwei Kindern. Als Leiterin der Ökumenischen Sozialstation in Schifferstadt habe Sr. Maribetha ihren Dienstplan so gestaltet, dass die fehlende Kinderbetreuung berücksichtigt worden sei.

Eine andere Teilnehmerin erinnerte sich an Sr. M. Dorothea Morick, die ihre Eltern einfühlsam im Sterben begleitet habe. Selbst im hohen Alter sei die Schwester noch mit einer großen Tasche zu Fuß im Ort unterwegs gewesen, um kranken Menschen zu helfen.

In Dudenhofen zeigte sich erneut, wie die Jubiläumsaktion „100 Orte für 100 Jahre“ Menschen zusam­menführt, die sich gegenseitig stärken und beschenken.

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